„Sollte es zu einem großen Krieg kommen, wird Europa einfach aufhören zu existieren“
ÉVA PÉLI, 14. November 2025, 12 Kommentare, PDFMultipolar: Sergej Alexandrowitsch, wie hoch schätzen Sie die derzeitige Gefahr eines Atomkrieges ein und welche Faktoren – militärische, politische, psychologische – sehen Sie als Hauptursachen dafür?
Karaganow: Die Gefahr eines Atomkrieges ist hoch und nimmt weiter zu. Sie ist wahrscheinlich so hoch wie Ende der 1950er Jahre – mit Ausnahme der Karibik-Krise, wie wir die Kuba-Krise nennen, als wir kurz vor dem Abgrund standen. Warum? Es gibt mehrere Gründe für diese Eskalation. Erstens die Veränderung des Kräfteverhältnisses: Die schnellste Veränderung des Kräfteverhältnisses in der Geschichte der Menschheit, bei der neue Mächte aufsteigen und alte Mächte ins Hintertreffen geraten. Zweitens der Verlust des grundlegenden Verständnisses: Der Verlust des Verständnisses dafür, was in den internationalen Beziehungen „gut” und was „schlecht” ist, sowie das Fehlen einer moralischen Grundlage für das Handeln. Drittens der Gegenangriff des Westens: Der verzweifelte Gegenangriff des Westens, der seine 500-jährige Vorherrschaft verliert, die es ihm ermöglichte, auf Kosten der übrigen Welt reich zu werden. Viertens die Degradierung der Elite: Die ungeheure intellektuelle und moralische Degradierung der Elite, insbesondere im Westen. Deshalb bin ich sehr besorgt.
Multipolar: Sie fordern die Wiederherstellung der Angst vor Atomwaffen. Wie definieren Sie in der Praxis ein „begrenztes Ziel” in Europa, dessen Angriff Ihrer Meinung nach gerechtfertigt wäre, ohne jedoch eine nukleare Reaktion der Nato zu provozieren?
Karaganow: Wir müssen den strategischen Parasitismus überwinden, der sich in den letzten Jahren gebildet und allen voran die europäische Bevölkerung erfasst hat. Sie hat die Angst vor dem Krieg, insbesondere vor einem Atomkrieg, verloren. Ironischerweise war gerade diese Angst in den letzten 70 Jahren ein stabilisierender Faktor. Europa, das historisch gesehen eine Quelle großer Konflikte, von Rassismus und Kolonialismus war, konnte dank der bipolaren Stabilität zwischen den USA und der UdSSR vorübergehend seine Verantwortung und seine Schuld gegenüber der Welt vergessen. Jetzt, da die größte Bedrohung von Europa ausgeht, muss man sich daran erinnern, dass Europa historisch gesehen an großen Kriegen beteiligt war. Es bedarf nicht unbedingt direkter Gewalt, sondern der Wiederherstellung der Angst vor Krieg, einschließlich der Wiederbelebung der Angst vor einem Atomkrieg. Dies ist ein Schlüsselelement, um Europa wieder zu seiner geopolitischen Verantwortung zu führen.
Multipolar: Der US-Physiker Theodore Postol warnt, gestützt auf historische Präzedenzfälle wie das Nato-Manöver Able Archer 83, dass jeder, selbst ursprünglich begrenzte Einsatz von Atomwaffen unweigerlich zu einer unkontrollierbaren nuklearen Eskalation führen würde. Wie schätzen Sie die Gefahr ein, dass ein von Russland beabsichtigter, begrenzter Atomschlag dennoch außer Kontrolle gerät?
Karaganow: Der Einsatz von Atomwaffen ist eine schwere moralische Sünde. Der Mythos der unkontrollierbaren Eskalation, zu dessen Entstehung ich selbst teilweise beigetragen habe, um Kriege zu verhindern, ist jedoch nur eine Legende. Ein Atomkrieg kann gewonnen werden, aber Gott bewahre, dass er jemals begonnen wird! Wenn es absolut notwendig ist, kann das Atomwaffenarsenal eingesetzt werden, aber abgesehen vom Risiko einer unkontrollierten Eskalation ist der Einsatz von Atomwaffen an sich ein schwerwiegendes moralisches Vergehen, und ich wünsche mir aufrichtig, dass sie nicht zum Einsatz kommen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow neben Sergej Karaganow, Mai 2024 | Bild: picture alliance/dpa/TASS / Vladimir Gerdo
Multipolar: Ihre jüngsten Thesen wurden im Westen in erster Linie als direkte nukleare Drohung interpretiert und nicht als strategisches Signal für eine erzwungene Deeskalation oder einen Dialog. Angesichts der darauffolgenden Verweigerung der Kommunikation seitens der derzeitigen westlichen Regierenden: Welche konkreten Schritte und Maßnahmen halten Sie für notwendig, um die Kluft zwischen Ihrer angestrebten „Katharsis” des Westens und der tatsächlichen politischen Reaktion der „geschlossenen Türen” zu überwinden? Was genau soll die Überzeugungskraft und Wirksamkeit Ihres strategischen Vorhabens beweisen?
Karaganow: Wir haben es, vor allem in Europa, mit absolut Wahnsinnigen zu tun. Die europäische Elite, in deren Kreisen ich aufgewachsen bin und die nun der Vergangenheit angehört, ist degeneriert. Soweit ich das verstehe, regieren in einer Reihe von Ländern Menschen mit „Hyänengehirnen”, die sich der Folgen ihres Handelns überhaupt nicht bewusst sind. Deshalb ist ein Dialog mit ihnen sinnlos. Sie müssen nur eines fürchten – körperliche Schmerzen. Wir können jedoch mit den US-Amerikanern verhandeln, die einen Großteil ihres menschlichen Potenzials und ihres Verständnisses dafür, was Krieg wirklich bedeutet, bewahrt haben. Ich hoffe jedoch, dass es auch in Europa noch solche vernünftigen Menschen gibt. Ich sehe sie nur nicht mehr.
Multipolar: Welche konkreten politischen, fachlichen, militärischen oder zivilen Gruppierungen im Westen – abgesehen von den derzeit Regierenden – würden Sie als diejenigen hervorheben, die Ihre Drohungen tatsächlich als letzten Anstoß für den notwendigen Dialog zur Verhinderung einer globalen Katastrophe und zur Neugestaltung der Sicherheitsarchitektur auffassen und sich aktiv an diesem Prozess beteiligen würden?
Karaganow: Diese Frage ist nicht an mich, sondern an Sie gerichtet. Sie kommen aus dem Westen, ich bin hier in Moskau. Der Westen hat sich von uns abgeschnitten. Insbesondere Europa, um seine Bevölkerung auf den Krieg vorzubereiten. Wir haben derzeit keine Kanäle für die Zusammenarbeit mit dem Westen, außer den offiziellen auf höchster Ebene. Der Westen hat sich selbst von uns abgeschnitten. Deshalb sind wir gezwungen, mit ihm nur aus einer Position der Stärke heraus zu verhandeln. Obwohl wir uns natürlich wünschen würden, dass es dort weiterhin vernünftige Menschen gibt, mit denen ein konstruktiver Dialog möglich wäre.

Karaganow im Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, Juni 2024 | Bild: picture alliance/dpa/TASS / Alexander Kazakov
Multipolar: Viele Beobachter sind der Meinung, dass die westlichen Sanktionen und die militärische Hilfe eine Eskalationsdynamik erzeugen, die Russland in eine Zwangslage bringt. Moskau steht also vor der Wahl: entweder seine wirksame Fähigkeit zur Abschreckung unter Beweis zu stellen oder zu riskieren, langsam ausgelaugt zu werden. Wie sehen Sie dieses strategische Dilemma?
Karaganow: Dieses Dilemma besteht. Ich kritisiere unsere Führung für ihre Unentschlossenheit, aber ich denke, dass meine Worte Gehör finden werden. Ich bin der Meinung, dass wir, wenn gegen uns ein Wirtschaftskrieg geführt wird, darauf mit militärischen Mitteln reagieren müssen. Es ist Krieg. Deshalb muss auf Sanktionen mit Militärschlägen reagiert werden. Das Ausmaß und die Art dieser Vergeltungsschläge müssen in jedem Einzelfall sorgfältig abgewogen werden. Die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte in Milliardenhöhe ist nichts anderes als Raub und Banditentum. Dafür müssen in Europa bis zu einer Million Menschen ihr Leben riskieren. Andernfalls werden sie vernichtende Schläge erleiden. Ich halte dies für einen richtigen und unvermeidlichen Schritt, obwohl ich aufrichtig hoffe, dass es nicht so weit kommen wird. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ein solches Szenario eine große Sünde ist, die mit dem Tod unzähliger unschuldiger Menschen verbunden ist, und ich wünsche mir, dass es nur eine Warnung bleibt. Wir müssen dem Westen ein hartes Ultimatum stellen und Folgendes fordern: Erstens: Die sofortige Einstellung jeglicher militärischer Unterstützung des Konflikts in der Ukraine. Zweitens: Die vollständige und bedingungslose Rückgabe unserer souveränen Mittel.
Multipolar: Die EU hat das 19. Sanktionspaket verabschiedet und Präsident Trump hat neue US-Sanktionen gegen russische Unternehmen wie Rosneft und Lukoil angekündigt. Laut Seymour Hersh glauben US-Beamte, dass die russische Wirtschaft bereits stark geschwächt ist und endgültig „in die Knie gezwungen“ werden kann. Wie wird die Wirksamkeit dieser jüngsten Sanktionen in Moskau eingeschätzt?
Karaganow: Die russische Wirtschaft kann nicht in die Knie gezwungen werden. Wir leben sehr gut. Sie wissen es selbst, da Sie sich in Moskau befinden, einer der schönsten Städte der Welt. Ich bin gerade aus Sibirien zurückgekommen. Dort ist es so schön. Aber auf solche Erpressungsversuche müssen wir endlich mit militärischen Mitteln reagieren. Das Schlüsselelement unserer Antwort muss das Konzept der Asymmetrie sein. Die Verwundbarkeit der ausländischen Vermögenswerte der USA ist um ein Vielfaches höher als unsere. Wir müssen bereit sein für direkte, harte Gespräche, die in eine Phase der Zerstörung des angesammelten Kapitals des Gegners als Reaktion auf die Sanktionen übergehen.
Multipolar: In der russischen Gesellschaft gibt es offenbar Stimmen, die von Moskau eine härtere Reaktion auf die Politik des Westens erwarten. Wie beurteilen Sie das, und wie könnte eine solche mögliche Reaktion aussehen, um den Krieg nicht über die Grenzen der Ukraine hinaus auszuweiten?
Karaganow: Was vor einigen Jahren noch radikal erschien – die Notwendigkeit von Präventivschlägen oder sogar nuklearer Vergeltung – ist heute die vorherrschende Meinung. Meine früheren Äußerungen, die Unbehagen hervorgerufen haben, spiegeln nun einen breiten Konsens wider: Nach meiner Einschätzung teilen bis zu 90 Prozent der Bevölkerung und 95 Prozent der militärisch-politischen Elite diese Meinung. Ich kann mich nicht genug wiederholen: Der Einsatz von Atomwaffen bleibt eine schwerwiegende moralische Entscheidung und eine große Sünde gegenüber Unschuldigen. Wenn jedoch eine extreme Notlage eintritt, besteht das Ziel eines solchen Schrittes darin, die Wahnsinnigen zur Vernunft zu bringen und den Feind dazu zu zwingen, die Eskalation zu beenden. Daher bin ich überzeugt, dass die russische Gesellschaft im Falle einer tatsächlichen Notwendigkeit solche strategischen Entscheidungen uneingeschränkt und vollständig unterstützen wird. Darüber hinaus werde ich täglich mit Kritik von Bürgern konfrontiert. Sie werfen mir mangelnde Beharrlichkeit und Inkonsequenz vor: Trotz meiner öffentlichen Erklärung, dass der Einsatz des Atomwaffenarsenals notwendig sei, habe ich angeblich nicht erreicht, dass die Führung es aktiviert. Ich möchte betonen: Ich möchte nicht, dass unsere Führung es einsetzt.

Vor 20 Jahren: Putin und Karaganow, damals Vorsitzender des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik, im September 2005 | Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb / Sergei_Zhukov
Multipolar: Wie könnte eine gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur nach Beendigung des Ukraine-Krieges gestaltet werden, die Russlands Sicherheitsinteressen integriert und so künftige militärische Konfrontationen ausschließt?
Karaganow: Ich gehe davon aus, dass es keine europäische Sicherheitsordnung mehr geben wird. Sollte überhaupt die Notwendigkeit für eine solche Struktur entstehen – was ich bezweifle –, so wird diese einen gemeinsamen eurasischen Charakter tragen müssen. Was den engen europäischen Rahmen betrifft, so halte ich es für zwingend erforderlich, für die verbleibenden Territorien der Ukraine eine vollständige demilitarisierte Zone zu etablieren, idealerweise mit einer Flugverbotszone. Die militärische Aktivität in Russlands Grenzregionen muss gesenkt werden, und eine reziproke Deeskalation wäre erforderlich. Unsere finnischen Nachbarn betreffend: Es liegt in unserem Interesse, dass sie im Kriegsfall eliminiert werden. Sie wären daher gut beraten, ihre militärische Präsenz auf ihrem Staatsgebiet drastisch zu reduzieren. Wir mögen irgendwann eine Übereinkunft erzielen, doch das europäische Sicherheitssystem hat aufgehört zu existieren. Es ist mit Europa dahingeschieden. Europa ist im Niedergang begriffen, und wir haben keinerlei Bedarf mehr an einer europäischen Sicherheitsstruktur. Unsere Überlegungen bewegen sich im Rahmen einer eurasischen Ordnung. Europa ist lediglich ein unangenehmer, westlicher Auswuchs Eurasiens.
Multipolar: Wie genau stellen Sie sich die Einbindung Europas in das geplante eurasische Sicherheits- und Ordnungssystem vor?
Karaganow: Einige europäische Länder sollten in das neue russische Kooperations- und Sicherheitssystem aufgenommen werden. Ich bin fast sicher, dass nach Überwindung der derzeitigen schwierigen Phase ein Großteil der Länder Mittel- und Südeuropas der gemeinsamen eurasischen Sicherheitsarchitektur beitreten wird. Ich bin mir nicht sicher, ob Deutschland und die Länder Nordwesteuropas jemals beitreten können. Obwohl, warum nicht? Vielleicht werden sie es sich irgendwann anders überlegen.
Multipolar: Im Westen heißt es, der russische Präsident sei nicht zu Verhandlungen bereit, weshalb Druck ausgeübt werden müsse, in Form von Sanktionen und Waffenlieferungen. Wladimir Putin hat jedoch wiederholt bekundet, verhandlungsbereit zu sein. Wie beurteilen Sie diesen Widerspruch?
Karaganow: Unsere konstruktiven Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit dem Westen sind vollständig ausgeschöpft. Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin hat alles getan, um den Dialog aufrechtzuerhalten. Jetzt besteht unsere einzige Aufgabe darin, bei unseren westlichen Partnern die animalische, instinktive Angst vor dem unvermeidlichen Untergang wieder zu wecken. Nur dieses Gefühl kann die Grundlage für weitere Gespräche bilden. Wir erinnern uns sehr gut daran, was europäische Aggression bedeutet: Wir erinnern uns an die Invasion der Armee Napoleons, die sich aus 24 europäischen Sprachen zusammensetzte. Wir erinnern uns an die Gräueltaten der europäischen Interventen während des Bürgerkriegs nach dem Ersten Weltkrieg. Wir erinnern uns daran, dass fast ganz Europa, mit Ausnahme von Griechenland und Jugoslawien, im Großen Vaterländischen Krieg unter Hitlers Fahnen gegen uns gekämpft hat. Dieser Geschichte muss ein Ende gesetzt werden. Wir sind verpflichtet, Europa von seiner abscheulichen Gewohnheit, Kriege zu führen, abzubringen.
Multipolar: Sergej Alexandrowitsch, Sie bestehen darauf, dass Russland „in Europa wieder eine animalische Angst” schüren muss, um es zum Frieden zu zwingen. Eine solche Rhetorik, die Überlegungen zu einer möglichen „letzten Aktion” unter Einsatz von Atomwaffen beinhaltet, stößt im Westen jedoch auf äußerst negative Resonanz. Wie beurteilen Sie diese Situation: Führt Ihre Strategie, die darauf abzielt, Angst zu schüren, nicht zu einer kritischen und unkontrollierbaren Eskalation, anstatt den Westen dazu zu zwingen, „zur Vernunft zu kommen”?
Karaganow: Russland braucht absolut nichts vom Westen. Wir sind weder an einem Quadratmeter seines Territoriums noch an irgendwelchen Ressourcen interessiert. Wir fordern und wünschen nur eines: dass der Westen scheitert. Der Westen ist, wie immer in der Geschichte, eine Quelle moralischer, politischer, wirtschaftlicher und militärischer Bedrohung. Heute hat diese Bedrohung vielleicht ihre konzentrierteste und akuteste Form angenommen. Ich wiederhole: Meine Aufgabe besteht darin, Russland vollständig von dieser westlichen Seuche zu trennen – sei es militärisch, politisch oder moralisch.
Multipolar: Wann und wie wird Ihrer Meinung nach der Krieg in der Ukraine enden? Wie sehen Sie das Endziel Russlands in diesem Krieg?
Karaganow: Ein Teil des Gebiets, das früher Ukraine hieß, wird Teil der Russischen Föderation werden. Auf dem verbleibenden Gebiet muss eine absolut denazifizierte, entmilitarisierte Zone eingerichtet werden. Die Kontrolle über diese Zone erfordert ein neutrales Friedenstruppenkontingent, für das es sinnvoll ist, ausschließlich Kräfte aus asiatischen oder afrikanischen Ländern heranzuziehen. Grundlegende Bedingung: Europäische Kräfte sind kategorisch ausgeschlossen, da ihre Anwesenheit eine direkte Gefahr darstellt und unweigerlich zur Fortsetzung des Konflikts führt. Diese Zone muss frei von schweren Waffen sein. Außerdem ist eine Flugverbotszone erforderlich, damit keine Drohnen von dort aus fliegen können. Unser Ziel ist es, die Hysterie um die Nato-Erweiterung zu beseitigen und einen Puffer zwischen dem aufstrebenden Russland und dem zerfallenden Europa zu schaffen. Wir müssen die Ursachen dieses Krieges beseitigen. Das bedeutet, dass die Hysterie um die Nato-Erweiterung gestoppt werden muss. Ich fordere nicht den sofortigen Zerfall der Nato – obwohl ich hoffe, dass dies von selbst geschehen wird. Infolgedessen wird ein kleiner Teil der Ukraine Teil Russlands werden, während der Rest als Pufferzone dienen wird – als Sicherheitspolster, das das aufstrebende Russland strategisch vom kriegführenden und unweigerlich zerfallenden Europa trennt.
Multipolar: Sie sprechen oft von Russland als einer besonderen, „gottesfürchtigen” Zivilisation, deren Mission es ist, echte Werte vor dem „westlichen Konsumkult” zu schützen. Wenn man jedoch der Logik der zivilisatorischen Entwicklung folgt, ist dann nicht der spirituelle und moralische Aspekt des Kampfes bereits verloren, wenn man militärische Gewalt anwenden muss?
Karaganow: Wir verkünden, dass Geist, Ehre und Gewissen die höchsten und unveränderlichen Werte unserer Gesellschaft sein müssen. Was die Anwendung von Gewalt angeht, so ist sie in bestimmten Fällen zweifellos notwendig. Wenn wir es mit einem Geschöpf Satans zu tun haben, müssen wir gegen Satan Krieg führen. Und das heutige Europa in seiner gegenwärtigen Form ist eine Schöpfung des Satans, und dies ist ein heiliger Krieg.
Multipolar: Sie rufen zu einer Stärkung der eurasischen Ausrichtung Russlands auf und bezeichnen den Eurozentrismus vieler Russen als „rückständig”. Was bedeutet das konkret für die kulturelle, wirtschaftliche und politische Identität Russlands in der Zukunft?
Karaganow: Wir streben in die Zukunft, ausgehend von unserer wahren Natur: Russland ist ein eurasisches Land. Unsere „europäische Reise”, die drei Jahrhunderte gedauert hat, war übermäßig lang; sie hätte bereits an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beendet werden müssen. Unser geistiges Erbe kam aus dem Süden: Von dort kamen das Christentum, der Islam, das Judentum und der Buddhismus. Unsere politische Kultur wurde weitgehend vom Großen Mongolischen Reich – der Horde – übernommen. Peter I., der die Rückständigkeit nach der mongolischen Periode überwinden wollte, brachte uns Militärtechnik und Wissenschaft aus Europa. Wir bewahren diese europäischen Errungenschaften in uns und werden auf keinen Fall anti-europäisch sein. Im Gegenteil, wir werden zu echten Europäern, da das heutige Europa alle Grundwerte ablehnt, die es einst zum Vorreiter der menschlichen Zivilisation gemacht haben. So bewahren wir das, was sie ablehnen.
Multipolar: Sie schlagen eine massive Entwicklung Sibiriens vor und betonen die Notwendigkeit, die Region mit Millionen von Menschen zu besiedeln. Wie realistisch ist es angesichts der demografischen Herausforderungen Russlands, die Bevölkerung in dieser Region in dem erforderlichen Umfang zu vergrößern?
Karaganow: Wir führen ernsthafte und umfangreiche Programmarbeiten durch, an denen Tausende von Menschen beteiligt sind. Wir müssen die demografischen oder wirtschaftlichen Indikatoren Sibiriens nicht mit denen des europäischen Teils Russlands gleichsetzen, da die Sibirier im Durchschnitt effizienter sind. Außerdem gibt es heute modernste Technologien. Die Hauptaufgabe, an der wir arbeiten, besteht darin, Sibirien modern, interessant und attraktiv zu machen. Sibirien ist kein Straflager und kein rückständiger Ort, sondern das Land der Zukunft. Es ist großartig. Ich reise regelmäßig dorthin und kehre jedes Mal mit einem überwältigenden Gefühl der Erfüllung zurück. Die Zukunft liegt genau dort. Sibirien grenzt an die Regionen der Zukunft, nämlich an Asien. Unsere strategische Ausrichtung ist nicht nur nach Osten, sondern auch nach Süden gerichtet. Dank ihrer Wettbewerbsvorteile – riesige Energievorräte, Ackerland und Wasser – kann und muss Sibirien zum „Kornspeicher Asiens” werden. Wir werden dieses Potenzial zum Wohle Russlands und zum Wohle der gesamten eurasischen Menschheit nutzen.
Multipolar: Sie warnen davor, nach dem Ende des Krieges denselben Fehler wie nach dem Zweiten Weltkrieg zu wiederholen und Wiederaufbaumittel überproportional in die Ukraine zu leiten. Warum sind Sie dieser Meinung, und wohin sollten die russischen Ressourcen stattdessen vorrangig fließen?
Karaganow: Natürlich sind wir verpflichtet, die Lebensbedingungen der Menschen – einschließlich Wohnraum, Gasversorgung und anderer Infrastruktur – für diejenigen wiederherzustellen, die auf dem Gebiet der ehemaligen Ukraine bleiben. Dies gilt insbesondere für die Regionen, die Teil der Russischen Föderation sind und werden. Diese neuen Regionen müssen zu wichtigen Agrarzentren werden, die zur Entwicklung des gesamten Landes beitragen. Angesichts der sehr düsteren Zukunft Europas ist die Ukraine insgesamt jedoch für uns kein großes Zukunftsland. Wir müssen unsere strategischen Investitionen und Pläne auf vielversprechendere Regionen konzentrieren – vor allem auf Sibirien und den Ural.
Multipolar: Ich habe während meiner Zeit in Moskau von einigen gehört, dass Menschen in Russland aufgrund ihrer historischen und kulturellen Erfahrungen nach wie vor eher zum Westen als zum Osten tendieren. Wie wollen Sie angesichts dieser kulturellen Überzeugung die Skepsis überwinden und einen Großteil der Gesellschaft – insbesondere im europäischen Teil Russlands – davon überzeugen, dass die strategische Ausrichtung nach Osten, einschließlich der Investitionen in Sibirien, tatsächlich die wichtigste und einzige Alternative für die Zukunft des Landes ist?
Karaganow: Sibirien ist die Konzentration des Besten, was Russland zu bieten hat. Wir müssen uns klar darüber sein: Wir „gehen nicht nach China”, wir gehen zu uns selbst – zu unserem besten, konzentrierten Wesen. Sibirien ist die Quintessenz des russischen Charakters. Wie ein Kollege von mir sagte, ist Sibirien der Nährboden für alles Beste, was Russland zu bieten hat: Offenheit, Energie, Unternehmergeist und gesunder Kollektivismus. Genau deshalb „orientieren wir uns nicht neu”, sondern kehren einfach zu uns selbst zurück. China ist eine großartige und sehr interessante Kultur, aber sie ist uns nicht nah. Gleichzeitig ist sie für uns auch nicht gefährlich. Wir werden aktiv mit China zusammenarbeiten, freundschaftliche Beziehungen pflegen und seine Kultur studieren, aber wir werden niemals Chinesen werden. Die Chinesen selbst verlangen das übrigens auch nicht. Im Gegensatz zu China hat sich gerade die westliche Kultur in ihrer derzeitigen entarteten Form, die von transhumanen Werten durchdrungen ist, als gefährlich erwiesen. Die Westeuropäer wollten immer, dass wir „Westeuropäer” werden, aber das widerspricht dem Wesen Russlands und erniedrigt uns. Wir können und dürfen keine Westeuropäer sein. Unser Weg ist es, wir selbst zu sein.
Multipolar: Laut Ihrer These soll Russland in Zukunft demokratischer sein als viele moderne westliche Länder. Was genau meinen Sie damit? Wie lässt sich das spezifische russische Modell der zukünftigen Gesellschaft beschreiben, das sich vom westlichen, liberalen Modell unterscheiden soll?
Karaganow: Sie haben meine Ausführungen falsch interpretiert. Ich hatte nicht vor, Russland demokratischer zu machen. Zumal ich in meinen Arbeiten wiederholt erklärt habe, dass die Demokratie die schlechteste Form der Regierung komplexer Gesellschaften ist – übertroffen nur noch von der blutigen Diktatur. Die Geschichte beweist, dass Demokratien immer untergegangen sind und untergehen werden. Wir brauchen keine Demokratie in ihrer derzeitigen europäischen Form – sie ist zum Scheitern verurteilt. Die Geschichte ist voll von solchen Beispielen: Denken Sie an den Untergang der griechischen Republiken, die Umwandlung der römischen Republik in ein Imperium, den Übergang der italienischen Republiken zu Monarchien, den Zusammenbruch der Republiken Pskow und Nowgorod. Das gesamte sogenannte „demokratische” Europa hat sich seinerzeit kampflos Napoleon ergeben und sich unter seine Fahnen gestellt. Stattdessen brauchen wir eine effektive lokale Selbstverwaltung und das, was ich als „Führungsdemokratie” bezeichne. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine klassische aristokratische Republik auf höchster Ebene, ergänzt durch eine starke Demokratie vor Ort, wo die Menschen ihre lokalen Angelegenheiten selbst regeln können. Aber auf keinen Fall um eine europäische Demokratie. Ich wiederhole: Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, abgesehen von einer blutigen Diktatur. Ich will keine Demokratie für Russland.
Multipolar: Sergej Alexandrowitsch, Ihre Aussagen über das Ende der europäischen Ordnung und die Notwendigkeit einer „tierischen Angst” sind äußerst radikal. Wie reagieren Sie darauf, dass diese Ideen in Deutschland oft völlig ignoriert oder als inakzeptable Rhetorik abgetan werden? Glauben Sie, dass Ihre Botschaft überhaupt beim westlichen Publikum ankommt?
Karaganow: Dass unsere westlichen Nachbarn, darunter auch Deutschland, sich vor der Wahrheit verschließen, ist ein schreckliches Zeichen: Sie bereiten sich auf einen Krieg vor. Ihr Handeln ist nicht nur ein Zeichen von Schwäche, sondern auch eine direkte Vorbereitung auf einen Krieg. Deshalb fordere ich unsere Führung auf, sich vollständig auf einen Krieg und die Zerstörung Europas vorzubereiten, das erneut diesen Weg eingeschlagen hat. Wenn die deutschen Medien und das Establishment erneut Krieg führen wollen, dann garantiere ich Ihnen: Es wird kein Deutschland mehr geben, niemals. Als Land wird es aufhören zu existieren. Deutschland hat Europa, der Menschheit und sich selbst bereits ungeheuren Schaden zugefügt. Wenn es, wie es derzeit aussieht, erneut auf Revanche aus ist, werde ich weiterhin öffentlich behaupten: Deutschland muss vernichtet werden.
Multipolar: Wie beurteilen Sie kurz die US-amerikanisch-russischen Beziehungen?
Karaganow: Wir werden manövrieren und spielen, während die Versuche der Amerikaner, Russland zu untergraben, scheitern werden. Das liegt an der ungeheuren Anzahl strategischer Fehler, die sie begangen haben. Ich hebe drei entscheidende Fehler hervor. Der erste und wichtigste: Die Ablehnung des Wunsches der russischen Elite, sich Anfang der 90er Jahre in den Westen zu integrieren. Ich war damals über diese ungeheure Dummheit erstaunt. Zweitens: Die Unterstützung der Entwicklung Chinas – initiiert von den Amerikanern, da die europäischen „Freunde” zu diesem Zeitpunkt bereits kein strategisches Denken mehr hatten – in der naiven Hoffnung, dass es demokratisch werden und sich an die amerikanische Politik anpassen würde. Das war reine Idiotie. Dritter fantastischer Fehler: Mit ihrer kurzsichtigen Politik haben sie Russland und China zu einem unbesiegbaren Tandem gemacht. Zusammen sind wir viel stärker als der gesamte Westen. Wir wollen keinen Krieg, aber wenn, Gott bewahre, der Westen sich dazu entschließen sollte, werden wir gewinnen.

Multipolar-Autorin Dr. Éva Péli im Gepräch mit Karaganow am 30. Oktober in Moskau | Bild: Tilo Gräser
Multipolar: Während des Kalten Krieges zwischen der Sowjetunion und dem Westen wurden neben offiziellen Verhandlungen oft informelle oder „geheime” Kommunikationskanäle genutzt, um Krisen zu verhindern. Glauben Sie, dass es in der aktuellen Konfrontation einen solchen informellen, vertraulichen Kanal zwischen Russland und dem Westen gibt oder dass er dringend geschaffen werden muss, um das Risiko einer Eskalation zu kontrollieren?
Karaganow: Tatsächlich gibt es derzeit nur sehr wenige solcher informellen Kanäle. Wir versuchen, solche Kanäle mit den Europäern aufzubauen, aber das ist im Grunde genommen sinnlos. Früher hatten wir in der Europäischen Union interessante und kluge Gesprächspartner. Die derzeitige europäische Elite ist jedoch so sehr degeneriert, dass es niemanden mehr gibt, mit dem man einen sinnvollen Dialog führen könnte. Mit den Amerikanern wird der Dialog auf verschiedenen Ebenen aufrechterhalten, obwohl dies ziemlich schwierig ist.
Multipolar: Vor dem Hintergrund der wachsenden Uneinigkeit mit der vorherrschenden Politik Brüssels sind in Mitteleuropa – insbesondere in Ungarn, der Slowakei und Tschechien – Tendenzen zur Bildung einer alternativen Agenda zu beobachten. Wie schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit und die Chancen dieser Länder ein, innerhalb der Europäischen Union einen einflussreichen Block zu organisieren und anzuführen, der sich gegen den „Mainstream” in der EU-Politik stellen könnte?
Karaganow: Ich glaube, wenn es uns gelingt, einen Dritten Weltkrieg zu vermeiden, zu dem Europa derzeit aktiv drängt, werden sich die meisten Länder Mittel-, Ost- und Südeuropas zusammenschließen und als europäischer Teil dem Großen Eurasien beitreten. Wir werden diesen Prozess natürlich begrüßen. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass die Ungarn zu den wichtigsten Eurasiern gehören. Ihre historischen Wurzeln und ihr nomadisches Erbe machen sie neben den Nachfahren des Mongolischen Reiches zu natürlichen Gründern von Groß-Eurasien.
Multipolar: Aber Ungarn und Tschechien werden höchstwahrscheinlich Mitglieder der Nato bleiben.
Karaganow: Lassen Sie uns abwarten, was in fünf bis zehn Jahren passieren wird. In dieser kurzen Zeit wird sich die Lage grundlegend ändern: Europa wird entweder auseinanderbrechen oder in einen großen Krieg verwickelt werden. Ich hoffe aufrichtig, dass wir einen großen Krieg vermeiden können. Sollte es jedoch zu einem großen Krieg kommen, wird Europa einfach aufhören zu existieren. Höchstwahrscheinlich wird Europa den Weg des Zerfalls gehen.
Multipolar: Ein großer Krieg – das ist ein Atomkrieg.
Karaganow: Ja. Ein großer Krieg kann nicht nicht-nuklear sein. Die Vorstellung, dass ein umfassender Konflikt in Europa konventionell bleiben könnte, ist, entschuldigen Sie bitte, idiotisch. Was bedeutet ein Atomkrieg in Europa? Es bedeutet, dass die meisten europäischen Länder zu einer Wüste werden. Sie werden einfach aufhören zu existieren. Selbst dem elementarsten gesunden Menschenverstand entzieht sich, was diejenigen, die von einem Krieg gegen die Atommacht Russland sprechen, eigentlich anrichten. Sie verurteilen ihre eigenen Völker zum Untergang. Leider hat die europäische Führung nicht nur ihr Geschichtsbewusstsein, sondern auch das elementare, physische Gefühl der Angst verloren.
Über den Interviewpartner: Sergej Karaganow, Jahrgang 1952, Sohn eines Literatur- und Filmwissenschaftlers, studierte in Moskau Ökonomie und promovierte 1978 über den „Stellenwert transnationaler Firmen in der Außenpolitik der USA“. Von 1988 bis 2010 arbeitete er im Europa-Institut der Akademie der Wissenschaften und ist seit 2006 Dekan der Fakultät für Weltwirtschaft und internationale Angelegenheiten an der Wirtschaftshochschule Moskau. Er leitete außerdem die Denkfabrik „Rat für Außen- und Verteidigungspolitik“, als deren Ehrenvorsitzender er weiterhin amtiert, und ist Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte des russischen Außenministeriums sowie des Sicherheitsrates der Russischen Föderation.
2003 war Karaganow neben Richard Perle, Joseph Nye, Romano Prodi und Jean-Claude Trichet Teilnehmer des Jahreskolloqiums der Alfred Herrhausen Gesellschaft für internationalen Dialog in Berlin. Thema damals: „Europa leidenschaftlich gesucht“. Gegenüber Perle erklärte er dort (PDF, S. 42): „Seit Breschnjew bin ich für Europa. Auch habe ich Putins Politik der Favorisierung Europas unterstützt. Nun sehe ich meine Hoffnungen enttäuscht. Wir hatten begonnen, vor allem in der Außen- und Verteidigungspolitik sehr viel enger mit den Europäern zusammenzuarbeiten, stellten dann allerdings einen eklatanten Mangel an Substanz fest. (…) Liebe Europäer, überdenken Sie bitte Ihr außen- und verteidigungspolitisches Paradigma und erkennen Sie, dass Sie Bündnisse mit Russland, China und vergleichbaren Ländern eingehen müssen, nicht aber mit den USA. Stellen Sie Ihr Verhältnis zu den Amerikanern auf den Prüfstand.“
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