Telepolis:
Mekka-Pakt: Saudi-Arabien, Pakistan und Türkei bündeln ihre Kräfte – Auszug: „Ein bewaffneter Angriff auf einen der drei [kann] als Angriff auf alle gelten – vergleichbar mit der Beistandsklausel der Nato. (…) Insbesondere die Worte des türkischen Außenministers, Hakan Fidan, besitzen jedoch Weitblick: Er stellte zum einen ausdrücklich heraus, dass sich das Bündnis nicht gegen Iran richte und betonte zum anderen, dass eine Erweiterung, möglicherweise gen Kairo, im Sinne Erdogans sei. Somit wird der Zusammenschluss in Israel durchaus skeptisch betrachtet. (…) Al Jazeera deutet den Mekka-Pakt (…) in eine andere Richtung: als mögliches Signal für einen ‚post-amerikanischen Nahen Osten‘. Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan könnten versuchen, eine regionale Sicherheitsarchitektur aufzubauen, die weniger unmittelbar von Washington abhängt.“
NachDenkSeiten:
„Helfen, mehr russische Soldaten zu töten“ – die bestialische Frage eines FAZ-Autors – Auszug: „Was ist schlimmer als Soldaten, die sich gegenseitig in einem Krieg abschlachten? Es sind Journalisten, die fragen, was getan werden kann, um mehr Soldaten des Feindes zu töten. Die Frage trägt den Geist des Bestialischen. Sie blendet militärische, politische und diplomatische Strategien aus und reduziert den „Erfolg" im Krieg auf das reine Töten von Soldaten. Je mehr Soldaten des Feindes getötet werden, so die Annahme, umso eher sei der Krieg beendet. Die Soldaten des als Feindpartei betrachteten Gegners verlieren in dieser Frage ihren Status des Menschlichen. Gerade auch junge Soldaten, die oft – wie in jedem Krieg – kaum begreifen, wie sie politisch instrumentalisiert werden, finden sich zum reinen Tötungsobjekt degradiert wieder.“
11. August 2026