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Empfehlungen von Juni 2026

Empfehlungen von Mai 2026

Empfehlungen von April 2026

17. April 2026

Seymour Hersh: Humiliation without repair – A report on the human rights situation in Gaza (Demütigung ohne Wiedergutmachung – Ein Bericht über die Menschenrechtslage im Gazastreifen) – Auszug: „Die palästinensischen Überlebenden, die in Zelten leben, kämpfen gegen die Naturgewalten. (…) Sie stehen unter der Aufsicht und Kontrolle der israelischen Armee, die auf jeden palästinensischen Vater oder Sohn schießt, der auch nur wenige Meter von den sich ständig verengenden Grenzen der Zeltlager entfernt, selbst wenn er nur auf der Suche nach Brennholz ist. (…) Manchmal gibt es kurze Berichte, etwa wenn, wie letzten Monat, Al-Jazeera über die Folter eines 18 Monate alten Jungen aus Gaza durch eine Gruppe israelischer Soldaten berichtet. (…) [Die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten Gebiete Palästinas] Francesca Albanese (…) nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die anhaltende Eskalation von Folter und Misshandlung der Palästinenser geht. ‚Folter war schon immer ein zentrales Element der Enteignung der Palästinenser durch Israel‘, schreibt Albanese in ihrem aktuellen Bericht, der am 23. März veröffentlicht wurde. (…) ‚Israel wendet Folter in einem Ausmaß an, das auf kollektive Rache und zerstörerische Absicht schließen lässt. (…) Die Eskalation der Folter in israelischen Haftanstalten ist ein koordinierter Plan‘, der von Itamar Ben-Gvir, dem israelischen Minister für nationale Sicherheit, koordiniert werde. (…) Die wichtigsten US-Medien berichten nicht über ihre Ergebnisse.“ (Bezahlschranke)

Empfehlungen von März 2026

Empfehlungen von Februar 2026

Empfehlungen von Januar 2026

Empfehlungen von Dezember 2025

12. Dezember 2025

Frankfurter Allgemeine (8.12.): Euroclear-Chefin: „Die Pläne zur Verwendung von russischem Vermögen sind eine Gefahr für die Finanzstabilität“ (Interview mit Valerie Urbain, Chefin des Wertpapierverwahrers Euroclear – Auszug: Frage: „Kann die EU über etwas verfügen, das ihr nicht gehört?“ – Urbain: „Das russische Zentralbankguthaben gehört – anders als die Guthaben, die bei privaten Banken lagern – dem russischen Staat. Es ist rechtlich geschützt, weil es dem Prinzip der Staatenimmunität im Völkerrecht unterliegt. Es ist juristisch möglich, dieses Geld zu immobilisieren. Aber alles, was darüber hinausgeht, stellt die Souveränität eines Landes und damit das Völkerrecht in Frage. Aus unserer Sicht lautet die kurze Antwort also: nein.“ (…) – Frage: „Auf den Bestand der Guthaben, die bei Euroclear lagern, kann die EU also nicht zugreifen?“ – Urbain: „So etwas wie freies Geld von Euroclear für die EU existiert nicht, nein. Es ist das Geld von Euroclear, und es hängt an den Rückerstattungsansprüchen der russischen Zentralbank. Wer glaubt, die EU könne es verwenden, hängt politischem Wunschdenken nach. (…) Russland würde einen Zugriff auf seine Guthaben niemals widerspruchslos hinnehmen. Ich befürchte russische Vergeltung. (…) Zunächst könnte Russland Euroclear verklagen – in Russland, aber auch in anderen Ländern oder vor einem internationalen Gericht. Dann könnten sie Guthaben beschlagnahmen, die wir dort immer noch für unsere Kunden halten. Das bedeutet übrigens, dass nicht nur Euroclear betroffen wäre, sondern auch andere Finanzhäuser aus Europa und anderswo.“

Empfehlungen von November 2025

Berliner Zeitung: Ukraine-Verhandlungen in Genf: „Die Europäer sind Zaungast und zahlen“ (Interview mit Erich Vad) ‒ Auszug: „[Vad:] Der amerikanische Plan ist im Vergleich zu den Initiativen, die es aus Brasilien, China, Südafrika, dem Vatikan und anderen Staaten gab, sehr viel konkreter. Ich finde es deswegen auch fehl am Platz, jetzt von der europäischen Seite nur zu kritisieren und hysterisch von Kapitulation zu reden, ohne endlich eigene konstruktive Vorschläge zu machen. Europa hatte fast dreieinhalb Jahre Zeit dazu, und gekommen ist nichts. (...) Natürlich profitieren die Amerikaner [vom Wiederaufbau der Ukraine] massiv. Das kann man kritisieren. Trump ist bekannt dafür, dass er nichts umsonst macht. (…) Die militärische Lage ist sehr kritisch für die Ukraine. Den Russen sind an mehreren Frontabschnitten Durchbrüche und Geländegewinne gelungen. Die für die Wintermonate wichtige Energieinfrastruktur der Ukraine ist durch die russischen Luftangriffe stark getroffen worden. (…) Der eindimensionale europäische Weg der Waffenlieferungen ohne einen einzigen Versuch des diplomatischen Interessenausgleichs ist vollkommen gescheitert. Deshalb sind die Europäer auch bei der Erarbeitung des Friedensplans und in den laufenden Verhandlungen mit Russland vollkommen außen vor. Am Ende bekommt Russland das, was es will ‒ und übrigens bereits so gut wie hat. Die USA wollen aus diesem Krieg in Europa raus und verdienen mit dem Plan sehr viel Geld mit Blick auf das Wiederaufbauprogramm und bilaterale Investitionsprojekte mit den Russen. Die Europäer zahlen und sind Zaungast.“